Mehr Erfolg durch vielfältige Kommunikationsstile

Manchmal steht man seinem Erfolg selbst im Weg

Nun, (leider) kommt es nicht so sehr darauf an, was man sagt, sondern wer etwas wie und wo sagt. Dies begründet sich beispielsweise auf einem sozial-psychologischen Phänomen names Idiosynkrasiekredit, welchem wir nicht entkommen, auch wenn wir uns das idealerweise anders wünschen würden.

Es erzeugt eine unterschiedliche Wirkung, ob beispielsweise Ralph Boes oder Götz W. Werner zum Grundeinkommen vor einem bürgerlichem Publikum referiert. Ja, letztlich geht auch es um die sozioökonomischen Stellung eines BGE-Befürworters innerhalb einer Gesellschaft, denn damit steht und fällt auch das entgegengebrachte Vertrauen, welches den eigenen Worten durch andere beigemessen wird. 

In einem untrennbaren Zusammenhang stehen damit auch verbundene Erwartungen, kulturelle Codes, unbewusste Signale der (non-verbalen) Kommunikation mit all ihren Facetten (Gestik, Wortwahl, ArgumentationKleidung, Etikette, etc.). Ich will das an dieser Stelle gar nicht weiter ausführen, wer sich dafür interessiert, findet entsprechende Informationen im Netz.



Weitere Informationen im Artikel  Eine grundlegende Bestimmung unseres Publikums



Fazit Wir können für unsere (gute) Idee kaum Gehör finden, wenn wir durch unser (Ziel-)Publikum keine ausreichende Wertschätzung erfahren.

Mir geht hier nicht darum, persönliche Vorlieben oder Abneigungen geltend zu machen, ich schätze das Engagement der eben beispielhaft angeführten Akteure, dass sie das Thema so intensiv in den öffentlichen Diskurs bringen, auch wenn es nicht mein eigener Stil sein sollte. Im Gegenteil, ich begrüße sogar die unterschiedlichen Charaktere und Hintergründe für einen vielfältigen, breiten Diskurs in der Gesellschaft.

Nichts wäre fataler, wenn es nur einen Typ von Grundeinkommensbefürworter gäbe. Jeder Mensch hat seine persönlichen Präferenzen, wem gegenüber er sich verbundener fühlt und von wem er sich eher abgrenzt. Insofern gilt im Sinn einer breiten, pluralistischen Debatte zum Grundeinkommen: Vielfalt macht uns fast immer stärker. Aber Vorsicht vor eigennützigen Trittbrettfahrern.

Im Kern möchte ich euch mit diesem Artikel dafür sensibilisieren, dass man sich auf sein Publikum individuell einstellen kann. Wenn man beispielsweise neue 'Zielgruppen' für das Thema Grundeinkommen erschließen will, kann es notwendig sein, die Art und Weise der eigenen Präsenz und Kommunikation darauf hin anzupassen. Wohlgemerkt, nicht die eigenen Werte über den Haufen zu werfen, eher sich selbst zu hinterfragen. Schließlich erwarten wir das ja auch von unseren 'thematischen Gegnern'. Nein, vielmehr meine ich im Stil des eigenen Auftritts flexibler und anderen gegenüber zuvorkommender zu werden.

Oder Menschen zu gewinnen, denen es leichter fällt, neue Gruppen mit anderen Kommunikationsstilen zu erschliessen. Wir müssen ja nicht alles selber machen. :)

Fazit Einer der wertvollsten Bemühungen ist es, gegenüber seinem Publikum eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.


Vielfalt macht uns stark. Auch in der Grundeinkommensbewegung.

Wir sollten uns in der Tat eine vielfältige Gruppierung von BGE-Initiativen wünschen, die zwar alle ein bedingungsloses Grundeinkommen als neuen Gesellschaftsvertrag verstehen, es aber am effizientesten auf ihre spezifischen Lebenswirklichkeiten übertragen und kommunizieren können ...

"Man muss sich darüber klar sein, dass gesellschaftliche Veränderungen nicht durch die große Masse getragen werden. Wir können viele historische Beispiele nennen - von der Abschaffung der Sklaverei, über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, über die Frauenbewegung, über die Anti-Atomkraft-Bewegung - die natürlich niemals Massenbewegungen gewesen sind, schon gar nicht als sie im Entstehen begriffen waren. 

Es ist im Grunde sogar eine hinderliche Perspektive zu glauben, Dinge würden sich erst dann verändern, wenn man Mehrheiten für diese Veränderung hat ... kritische Massen kommen schon von selbst, wenn sie ein überzeugendes Anliegen vertreten können, und wenn dieses Anliegen hinreichend viele Menschen in allen gesellschaftlichen Schichten vertreten. Das ist der Clou in der Entstehung sozialer Bewegungen, denn sie werden niemals Masse ergreifen bzw. mehrheitsfähig, wenn sie subkulturell bleiben, also wenn sie zum Beispiel 'DIE Ökos' bleiben. 

Eine soziale Bewegung wird dann wirkungsmächtig, wenn Menschen beginnen das Anliegen der Bewegung zu übernehmen, die selber gar nicht Opfer oder Benachteiligte sind. Die Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King wird an der Stelle eine machtvolle soziale Bewegung, wo Teile der nicht betroffenen weißen Bevölkerung in den USA das Anliegen übernehmen und öffentlich vertreten. DRadio-Wissen • Ein Hoch auf den Gutmenschen! • Harald Welzer zu Gast in der Redaktionskonferenz • ab (verbleibend) Minute 50:15




    Erfolgsprinzip “Damit ich denen helfen kann, dies es benötigen, muss ich mich an die wenden, die es nicht benötigen!”




BGE-Initiativen von Selbstständigen und Unternehmern

BGE-Initiativen von Alleinerziehenden und Pflegenden

BGE-Initiativen von Schülern & Studenten

BGE-Initiativen von Gewerkschaftlern

BGE-Initiativen von Künstlern & Medienschaffenden

BGE-Initiativen von Menschen in der Branche xyz

und viele mehr! Die Wirkung, wenn spezialisierte BGE-Initiativen entstehen würden, wäre durchaus interessant.