Neue Gruppenmitglieder? Ein Kommunikationsleitfaden.

An dieser Stelle geht es darum, einen Leitfaden für interessierte 'Neumitglieder' bzw. Menschen, die sich aktiv innerhalb einer Gruppe engagieren wollen, zu entwickeln.

Ziel: Wir sollten uns von Anfang darum bemühen, dass neue Gruppenmitglieder nicht mit falschen Vorstellungen einsteigen. Das es dadurch nicht zu Missverständnissen aufgrund falscher Annahmen kommt oder die Mitarbeit keine Früchte trägt, da man zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

Kurz: Frustation auf allen Seiten vermeiden und echte Teamarbeit im Sinn der Initiative ermöglichen.

I Die goldenen Grundregeln. Erst sich selbst (er)kennen.


1. Die Werte der Gruppe kennen. Klar & deutlich kommunizieren
Eine gemeinsame Wertebasis ist die Grundlage jeder konstruktiven Zusammenarbeit. Dieser Aspekt wird deutlich unterschätzt, aber von hier ausgehend entstehen die meisten Konflikte oder Reibungsverluste. 

Wir sollten uns dafür hüten, uns an dieser Stelle in aufwendige Begründungen oder Verhandlungen verstricken zu lassen. Die Wertebasis ist das Fundament einer Organisation und sollte nur nach reiflicher Überlegung und unter Einbeziehung aller Beteiligten verändert werden, etwas, dass bei einem solchen Gespräch gar nicht zu leisten wäre. Hier muss man sagen: entweder es passt oder es passt nicht. Punkt.

2. Die Ziele der Gruppe kennen. Transparent & strukturiert
Wo steht die Gruppe aktuell? Was sind Aufgabengebiete. Wer ist für was verantwortlich. Wer ist der persönliche Ansprechpartner (und wann und wie erreichbar)? Welche Projekte laufen aktuell? Welche Aufgaben müssen noch erledigt werden und benötigen engagierte Mitarbeit?

3. Ehrlich sein. Keine Versprechungen machen, die man nicht halten kann oder möchte 
Das Selbstbewusstsein haben, freundlich aber bestimmt "Nein" sagen zu können, auch auf die Gefahr hin, dass man etwas verliert oder nicht gewinnt. Umso mehr Energie bleibt für die Dinge, für die man Verantwortung trägt oder tragen möchte.


II Und dann den Anderen (er)kennen.


1. Was würdest du tun, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?
Das ist eine spannende und motivierende Frage für alle Beteiligten, wenn sich neue Gäste und Interessierte einer Initiative vorstellen. Hier kann mit Freundlichkeit und Humor schon mal das erste Eis brechen und die Atmosphäre auflockern.

2. Woher kommst du? Der Weg zu uns.
In jedem Fall sollten wir herausfinden, wie ein interessiertes Neumitglied zum Grundeinkommen im Allgemeinen und zu der Gruppe oder Initiative im Speziellen gefunden hat. Dieser Aspekt ist gerade für die eigene Öffentlichkeitsarbeit hoch interessant, zudem erfährt man schon einiges über den Interessenten.

3. Welchen Eindruck hast du von uns? Was stellst du dir vor?
An dieser Stellen können die ersten Missverständnisse leicht ausgeräumt werden. Unterlassungssünden an dieser Stelle sind später um so schwerer zu bereinigen. Hilfreich ist es auch nach den Gründen für die falschen Vorstellungen zu fragen. Vielleicht lässt sich die eigene Kommunikation noch verbessern?

4. Wo möchtest du dich einbringen? Was interessiert dich? Was willst du leisten?
Zu guter Letzt müssen wir natürlich die praktische Motivation ergründen. Können wir das leisten und anbieten, was sich unser Gegenüber vorstellt. Können wir ihm alternative Vorschläge machen? 

Dazu muss man selbstverständlich einen guten Überblick über die eigenen Projekte, Aufgaben und Ansprechpartner haben. Und natürlich sollten wir in Erfahrung bringen, worin ungefähr die Talente, die fachlichen Qualifikationen, die zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten des Interessenten bestehen.